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Amokläuferinnen.
Vortrag, Justizpalast Wien, 2.12.2016, 13:30 Uhr
Amoktaten sind primär männlich determinierte Gewaltdelikte. Weltweit finden sich wenige Amokläuferinnen, aber es gibt sie. Ein Unterschied bei der Waffenwahl ist bei männlichen oder weiblichen Amokläufern bislang nicht festzustellen gewesen.

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Interview zum Buch `Sind Frauen die Besseren Mörder`von Dr. Sigrun Roßmanith im SPIEGEL: Nur sehr selten werden Frauen zu Mördern, weibliche Killer sind Ausnahmefälle der Kriminologie. Viele davon hat die forensische Psychiaterin Sigrun Roßmanith als Gutachterin untersucht. Sie glaubt: Die dunkle Seite der Frau wird unterschätzt.Roßmanith: Frauen gehen jedenfalls kreativer vor als Männer. Einfallsreicher. Nehmen Sie den Rachefall, den ich im Buch beschreibe: Eine betrogene Frau aus Asien küsst dabei ihren Partner innig - und schiebt ihm dabei eine Zyankalikapsel in den Mund, die er schlucken muss. Sie verschränkt die Liebeshandlung mit dem Mord. Käme ein Mann auf so eine Idee?SPIEGEL ONLINE: Schwer zu sagen. Stellen sich Frauen beim Morden womöglich auch deshalb kreativer an, weil ihnen für plumpe Gewalt die Körperkraft fehlt?Roßmanith: Natürlich, sie müssen die fehlende Kraft ausgleichen. Oft machen sie ihr Opfer deshalb erst wehrlos - um die eigentliche Tat dann durchzuführen. Häufigstes Tatwerkzeug ist übrigens das Messer, eine europäische Besonderheit gegenüber den USA, wo Schusswaffen überwiegen. Natürlich muss man aber auch sagen, dass Frauen eher selten zu Täterinnen werden. Männer töten etwa zehnmal häufiger als Frauen.

Kontakt

format_dr_sigrun_rossmanith_ordination1 Dr. Sigrun Roßmanith Fachärztin für Psychiatrie Psychotherapeutische Medizin und Neurologie Allgemein beeidete gerichtlich zertifizierte Sachverständige für Psychiatrie Psychotherapeutische Medizin und Psychiatrische Kriminalprognostik Fuchsthallergasse 14, 1090 Wien, Österreich tel: +43 (0)1 3104606 email: praxis(at)sigrunrossmanith.at